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Beinwell – Der Knochenheiler

Beinwell – Der Knochenheiler

Heilpflanzen, denen knochenheilende Wirkung zugeschrieben wurde, tragen den Namen „Symphytum“ – abgeleitet aus dem Griechischen symphein, zusammenwachsen. In den Schriften zahlreicher berühmter Heilkundiger - von den alten Griechen bis in die Neuzeit - wurde der Beinwell (Symphytum officinale) zur Heilung von Knochenbrüchen und zur Wundheilung angeführt. Damit gehört dieser mit zu den ältesten Heilpflanzen der Kulturgeschichte, die immer noch eine heilkundliche Bedeutung haben.

Beinwell wächst in Europa und Asien bevorzugt an Bach- und Flussufern, auf feuchten Wiesen und an Waldrändern. Die langen lanzettförmigen Blätter sind weiß-grau behaart und bekunden die Familienzugehörigkeit zu den Raublattgewächsen (Boraginaceae). Die Pflanze wird bis zu 1,5 Meter hoch und blüht ab Mai dunkelrosa bis violett, manchmal auch gelblich-weiß. Die Blütenkelche sind in Trauben angeordnet und hängen glockenförmig herab.

Arzneilich wirksam sind Kraut und Wurzel des Beinwells. Die wirksamen Inhaltsstoffe sind Allantoin, Kaffeesäurederivate wie Rosmarinsäure, Gerbstoffe und Schleimstoffe, wobei der Gesamtextrakt als Wirkstoff angesehen wird. Die Wurzel bildet von Jänner bis März eine beträchtliche Menge Allantoin (bis zu 0,8% und somit mehr als jede andere Pflanze). Dieser Inhaltsstoff fördert die Granulation (Wundheilung) und Regeneration der Zellen und macht die Hornhaut geschmeidig. Im Frühsommer wandert das Allantoin in die Blätter und Blüten.
Vorsicht! Beinwell enthält außerdem Pyrrolizidin-Alkaloide, die in der Leber zu toxischen (giftigen) Verbindungen umgebaut werden. Aus diesem Grund sind Beinwell Zubereitungen ausschließlich zur äußeren Anwendung geeignet!

Heute findet sich in zugelassenen Arzneimitteln nicht nur der klassische Symphytum officinale. Die speziell selektierte Arzneipflanze Symphytum x uplandicum Nyman Harras wurde speziell für medizinische Zwecke gezüchtet. Diese besonders wirkstoffreiche Beinwell-Sorte, auch Trauma-Beinwell genannt, ist zudem frei von leberschädigenden Pyrrolizidin-Alkaloiden.

Abseits der traditionellen Anwendung, konnte die Wirksamkeit von Beinwell bereits in mehreren klinischen Studien bestätigt werden. Dabei konnten sowohl Nachweise für die Wirksamkeit und Verträglichkeit von Arzneimitteln mit Beinwellwurzel-Fluidextrakt aus Symphytum officinale als auch für Zubereitungen aus den Blättern und Blüten von Symphytum x uplandicum Nyman erbracht werden.
Eine große klinische Multicenterstudie der Sporthochschule Köln zeigte für den Beinwellwurzelextrakt ausgeprägte schmerzlindernde, abschwellende und entzündungshemmende Effekte und attestierte dem Beinwell bei frischen stumpfen Traumen (Verstauchungen, Zerrungen und Prellungen) dem nichtsteroidalen Antirheumatikum Diclofenac ebenbürtig zu sein.

Wichtige Hinweise
• Zubereitungen sind nur zur äußerlichen Anwendung bestimmt.
• Achten Sie auf die in der Packungsbeilage definierten Hinweise für die Anwendung bei Kindern.
• Die Anwendung während der Schwangerschaft und Stillzeit wird nicht empfohlen.

Produkt- und Anwendungstipps*

Beinwellsalbe hilft besonders bei Prellungen, Verstauchungen, Zerrungen, Gelenksentzündungen und Sehnenscheidenentzündungen.

TRAUMAPLANT® - Salbe
Pflanzliches Salbenpräparat mit Kulturbeinwell-Extrakt aus frischem Kraut zur Anwendung bei Sport- und Unfallverletzungen, auch zur Beschleunigung der Heilung begleitender Schürfwunden sowie bei Muskel- und Gelenkschmerzen bei Erwachsenen, Jugendlichen und Kindern ab 6 Jahren. In Traumaplant sind keine Pyrrolizidin-Alkaloide nachweisbar.

KYTTA® Schmerzsalbe
Pflanzliches Arzneimittel aus frischer Beinwellwurzel zur äußerlichen Anwendung auf intakter Haut bei Verstauchungen, Prellungen und Zerrungen sowie nach Sport- und Unfallverletzungen bei Erwachsenen, Jugendlichen und Kindern ab 8 Jahren.

PHYTOPHARMA Beinwell Tinktur
Zur komplementärmedizinischen äußerlichen Anwendung.

*Über Wirkung und mögliche unerwünschte Wirkungen informieren Gebrauchsinformation, Arzt oder Apotheker.

Tipp
Vergiftungen treten im Falle der Verstoffwechslung der Pyrrolizidin-Alkaloide auf. Über die Haut werden sie kaum aufgenommen. Studien ergaben eine sehr geringe transkutane Resorptionsrate. Eine orale Aufnahme ist aber dennoch möglich (z.B. durch benetzte Finger oder Wunden). Daher empfiehlt es sich beim Kauf von Beinwell-Produkten außerhalb der Apotheke genau hinzusehen. Auch selbst hergestellte Mixturen können einen recht hohen Gehalt an Alkaloiden enthalten. Fertigpräparate aus der Apotheke sind im Unterschied dazu so aufbereitet, dass die Menge an Alkaloiden bestimmte Grenzwerte nicht überschreitet.

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