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Mariendistel – Ein wahrer Lebensretter

Mariendistel – Ein wahrer Lebensretter

Die Mariendistel (Silybum marianum) gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae). Mit ihren purpurroten Blüten und den charakteristischen dunkelgrünen Blättern mit den hell marmorierten Stellen und den dornigen Rändern, ist sie eine wahre Schönheit unter den Arzneipflanzen. Ursprünglich im Mittelmeergebiet und Vorderen Orient beheimatet, kann man sie auch bei uns gelegentlich an sonnigen und warmen Standorten finden.

Einer christlichen Legende zufolge soll die Mariendistel, auch Milchdistel oder Liebfrauendistel genannt, der heiligen Maria auf der Flucht nach Ägypten Schatten gespendet haben, während sie ihren Sohn Jesus stillte. Ein namensgebendes Ereignis, denn
dabei sollen einige Tropfen Milch auf die Blätter gefallen sein und die für die Pflanze typischen weißen Flecken hinterlassen haben.

Den verbreiteten Einsatz als Lebertherapeutikum verdankt die Mariendistel dem deutschen Landarzt Johann Gottfried Rademacher. Als Schöpfer seiner berühmten „Erfahrungsheillehre“, erkannte er um 1830 die positive Wirkung der
Mariendistel bei seinen Leberkranken. Bis heute hat die Mariendistel einen festen Platz in der Behandlung von Lebererkrankungen und gehört zu den am besten erforschten Heilpflanzen. Ihr Wirkspektrum ließ sich bislang nicht vollständig durch synthetische Stoffe ersetzen.

Bei einer Vergiftung mit dem Knollenblätterpilz rettet die Mariendistel sogar Leben!
Knollenblätterpilze enthalten Amatoxine, die nicht durch Kochen oder Trocknen zerstört werden. Eine Vergiftung mit Amatoxinen ist lebensgefährlich und bedarf der sofortigen intensivmedizinischen Versorgung, denn es handelt sich hierbei um starke Lebergifte. Nach Aufnahme in die Leberzellen, führen diese Gifte, nach einer Latenzzeit von einigen Tagen nach der Pilzmahlzeit, unweigerlich zum Zelltod. Es folgen Leber- und Nierenversagen, die in über 30% der Fälle zum Tod des Menschen führen.

Wie kann die Mariendistel helfen? Extrakte aus den Früchten zeigen leberschützende Eigenschaften aufgrund eines sehr potenten Inhaltsstoffes: Silibinin. Silibinin besetzt die Bindungsstellen von Giften an der Leberzellmembran. Es kann sowohl die Aufnahme von Amatoxinen bei Erstpassage in die Leberzelle unterbinden, als auch die Wiederaufnahme nach Zirkulation im enterohepatischen Kreislauf unterbrechen. So wird verhindert, dass die Gifte durch die Zellmembran in die Leber aufgenommen werden und diese durch den Giftstoff geschädigt wird.

Mariendistelfrüchte enthalten bis zu drei Prozent Silymarin - ein Wirkstoffkomplex, der sich hauptsächlich aus Silibinin aber auch aus Isosilibinin, Silychristin und Silydianin zusammensetzt. Weitere Inhaltsstoffe sind Flavonoide (Taxifolin, Quercetin, Kämpferol), fettes Öl (bis 30 %), Sterole (darunter Sitosterol, Campesterol) und Eiweiß.
Silymarin regt die Regeneration von Leberzellen an und wirkt antifibrotisch bei Leberzirrhose. Darüber hinaus ist dieser Wirkstoff ein potentes Antioxidans, das freie Radikale bindet. Und auch bei Verdauungs- und Gallebeschwerden entfalten Mariendistelzubereitungen positive Eigenschaften.

Wichtige Hinweise
• Silymarin kann in Einzelfällen leicht abführend wirken.
• Mariendistelpräparate dürfen nicht bei einer Überempfindlichkeit gegenüber der Pflanze bzw. der Familie der Korbblütler eingenommen werden.
• Da keine ausreichenden Daten vorliegen, wird die Anwendung bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren sowie während der Schwangerschaft und Stillzeit nicht empfohlen.
• Wie bei jedem (pflanzlichen) Präparat, sollten Sie ihren Hausarzt über die Einnahme informieren.

Produkt- und Anwendungstipps*
Aus den reifen Früchten der Mariendistel (Fructus Cardui mariae) werden verschiedene Fertigarzneimittel und Nahrungsergänzungsmittel hergestellt. Mariendistelpräparate können unterstützend zur Therapie chronisch entzündlicher Lebererkrankung und Leberzirrhose, toxischen Leberschäden, Fettleber und bei Verdauungsbeschwerden (dyspeptische Beschwerden) mit Völlegefühl, Übelkeit, Appetitlosigkeit und Oberbauchbeschwerden eingesetzt werden.

DR. BÖHM® Mariendistel 140mg Kapseln
Pflanzliches Arzneimittel zur unterstützenden Behandlung von Leberbeschwerden und zur Verbesserung der Leberfunktion mit 140mg Silymarin aus dem Trockenextrakt von Mariendistelfrüchten.

LEGAMED® Mariendistel & Artischocke
Nahrungsergänzungsmittel mit Mariendistel und Artischocke unterstützt den Leber- und Gallenstoffwechsel auf natürliche Weise und fördert die Fettverdauung.

DR. KOTTAS Detox-Tee
Für die sanfte Reinigung von innen. Brennnesselblätter helfen bei der Durchspülung der Nieren. Curcumawurzel, Mariendistelfrüchte und Löwenzahnwurzel tragen zu einer normalen Leberfunktion bei und aktivieren durch ihre Bitterstoffe den Gallenfluss. Korianderfrüchte bringen mit ihren entblähenden Eigenschaften die Verdauung in Schwung.

*Über Wirkung und mögliche unerwünschte Wirkungen informieren Gebrauchsinformation, Arzt oder Apotheker.

Tipp:
Mariendistel als Teezubereitung
Grundsätzlich besitzt ein Teeauszug nicht die gleiche Wirksamkeit wie ein konzentrierter Extrakt. Daher ist ein Teeauszug nicht zur Behandlung von Lebererkrankungen vorgesehen – wohl aber bei dyspeptischen Beschwerden.
Für eine Tasse Tee wird ein Teelöffel der angestoßenen Mariendistelfrüchte mit heißem Wasser übergossen und nach 10 bis 15 Minuten abgeseiht. Soweit nicht anders verordnet, kann bis zu drei Mal täglich eine Tasse des Aufgusses lauwarm getrunken werden.

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